/Geschichte und Ästhetik der elektronischen Musik WS 16
Geschichte und Ästhetik der elektronischen Musik WS 162017-08-23T19:17:46+00:00

Komposition +
Mittwoch 15 – 16.30 Uhr

Überblick

Mit dem +-Zeichen wird in verschiedenen, häufig kommerziellen Kontexten auf etwas Zusätzliches hingewiesen, dass etwas Bekanntes ergänzt, modernisiert und/oder erweitert. Eine häufige Kombination der zeitgenössischen Musik besteht aus einem instrumentalen Ensemble, dass durch vorproduzierte Klänge oder Videos ergänzt wird. Wird in der Live-Elektronik das akustische Resultat der Musiker im Moment modifiziert, ist das „Zuspielband“ oder andere Formen von „Fixed Media“ eine Ebene, mit der bekanntes oder fremdes Material dem Liveklang hinzugefügt wird. Diese Vorlesung beleuchtet in einer Auswahl solcher Werke kritisch das Verhältnis von Tradition und Fortschritt zwischen kontrolliertem Voranschreiten, Koexistenz und historischer Indifferenz vor dem Hintergrund aktueller ästhetischer Tendenzen in der zeitgenössischen Musik.

  • Bruno Maderna, Musica su due dimensioni (1952)
  • Pierre Schaeffer/Pierre Henry, Orphee 53 (1953)
  • Edgar Varèse, Dèserts (1954)
  • Karlheinz Stockhausen, Kontakte (1964-65)
  • Luciano Berio Sequenca für Oboe (1969)
  • York Höller, Arcus (1978)
  • Paul Lansky, As if (1981-82)
  • Tristan Murail, désintégrations (1982-83)
  • Steve Reich, Different Trains (1984)
  • Pierre Boulez, Dialogue de l’ombre double (1985)
  • Luigi Nono, La lontananza nostalgica utopica futura (1988-89)
  • Peter Ablinger, Instrumente und Rauschen (Werkreihe)
  • Olga Neuwirth, Nova/Minraud (1998)
  • Achim Bornhoeft, Infrarot (1999)
  • Simon Steen-Andersen, Chambered Music (2007)
  • Georg Friedrich Haas, Introduktion und Transsonation (2014)

 

Kurstermine / Kursmaterial

Komposition, Musiktheorie, frei für alle Studiengänge

Benotung

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